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Flexible Schulanfangsphase (SaPh) Berlin

Unterrichtsformen - flexible Schulanfangsphase SaPh - jahrgangsübergreifendes Lernen JÜL - jahrgangsbezogenes Lernen JabL

Jahrgangsgemischte Lerngruppen als Regelfall

In der Folge der schlechten Ergebnisse der PISA-Studien u.a. hat sich das Land Berlin vom klassischen Konzept der jahrgangsbezogenen Grundschulklassen gelöst und das Prinzip der jahrgangsgemischten flexiblen Schulanfangsphase (SaPh) als gesetzlichen Regelfall bestimmt.

In der Schulanfangsphase (SaPh) werden in der Regel die Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2 in jahrgangsgemischten Lerngruppen unterrichtet. Bei diesem Konzept rücken die älteren Schüler der Jahrgangsstufe 2 mit dem Ende des Schuljahres i.d.R. in die 3. Jahrgangsstufe auf - und verlassen die gemischte Lerngruppe. Die Schüler der Jahrgangsstufe 1 verbleiben hingegen in der Lerngruppe und sind im kommenden Schuljahr nun als Schüler der Jahrgangsstufe 2 in der Lerngruppe die älteren Schüler. Durch das Aufrücken der älteren Schüler in die Jahrgangsstufe 3 werden in den Lerngruppen Schulplätze frei, die nun für die Schulanfänger des neuen Schuljahres zur Verfügung stehen.

Der Vorteil dieses Unterrichtskonzepts soll u.a. darin bestehen, dass in den Lerngruppen ältere und jüngere Schüler zusammen unterrichtet werden, so dass ältere Schüler ihr fortgeschrittenes Wissen an die jüngeren Schüler zum Nutzen beider Seiten weitergeben können. Jüngere Schüler sollen hierbei vom Wissen der fortgeschrittenen Schüler profitieren, während sich für diese die Rolle des erklärenden Wissensvermittlers insofern positiv auswirken soll, als das bereits Erlernte durch die Weitervermittlung verfestigt und zugleich die Motivation gestärkt wird.

Wie bereits dargestellt rücken die Schüler der Jahrgangsstufe 2 mit dem Beginn des neuen Schuljahres in der Regel in die Jahrgangsstufe 3 auf und verlassen dann die jahrgangsgemischte Lerngruppe der Schulanfangsphase. Durch die Bezeichnung als flexible Schulanfangsphase soll jedoch zum Ausdruck gebracht werden, dass die Schulanfangsphase zwar im Regelfall in zwei Jahren, bei Bedarf jedoch auch in drei Jahren durchschritten werden kann. Ein Aufrücken erfolgt demnach nur, wenn nach dem

Lernfortschritt und Leistungsstand unter Berücksichtigung [...] [der] sozialen Entwicklung [...] bei positiver Lernentwicklung eine erfolgreiche Teilnahme am Unterricht der Jahrgangsstufe 3 zu erwarten ist.

Anderenfalls 

verbleiben die Schüler [...] ein drittes Schuljahr in der Schulanfangsphase.

Der Verbleib in der Schulanfangsphase für ein drittes Jahr stellt keine Nichtversetzung ("Sitzenbleiben") dar, da die Schulanfangsphase gesetzlich von vornherein als flexible Schulanfangsphase - also mit der Möglichkeit des Verbleibens - konzipiert ist. Ein dreijähriger Verbleib in der Schulanfangsphase wird insofern auch bei der Berechnung der insgesamt absolvierten Schuljahre - u.a. von Bedeutung für die Höchstverweildauer in der Grundschule und die Erfüllung der Schulpflicht - nicht berücksichtigt, d.h. es werden lediglich 2 Jahre gezählt.

Eltern, die ihr Kinder für ein drittes Jahr in der Schulanfangsphase belassen wollen, haben die Möglichkeit, den Verbleib bei der Schule zu beantragen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf den Seiten der Senatsverwaltung für Bildung zur flexiblen Schulanfangsphase

 

Anmerkung / Update 2015:

Seit einer Änderung des Berliner Schulgesetzes im April 2014 können die "Grundschulen, die die Jahrgangsstufen 1 bis 3 verbinden, [...] beschließen, die Schulanfangsphase um die Jahrgangsstufe 3 zu erweitern."

 

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Berlin, 16.11.2012 (ow) - zu letzt bearbeitet 22.09.2015 (ow)

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